Usbekistan - Der Mythos der SeidenstraßeKunsthistorische Studienreise mit
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1. Tag Deutschland - Usbekistan
Transfer von Köln zum Flughafen Frankfurt. Linienflug mit Uzbekistan Airways von Frankfurt nach Taschkent. Transfer zum Hotel. 1 Übernachtung.
2. Tag Taschkent - Urgentsch - Chiwa
Längst hat sich die usbekische Hauptstadt in eine moderne Großstadt mit europäischen und asiatischen Einflüssen gewandelt. Heute ist Taschkent wirtschaftlicher Mittelpunkt des Landes und verkehrstechnisch die neue Drehscheibe Zentralasiens. Ihre Ursprünge lassen sich jedoch bis in das erste vorchristliche Jahrhundert zurückverfolgen; nach einer wechselvollen Geschichte - Türken und Araber, Dschingis Kahn und Timur herrschten über die Stadt - entwickelte sie sich im 16. Jh. zu einem bekannten Handwerkszentrum. Die sich ausdehnenden internationalen Handelsbeziehungen, die sich von China über Zentralasien und Osteuropa bis nach Byzanz und Rom erstreckten, verhalfen der Stadt zu Wohlstand und Ansehen.
Ein Rundgang durch die engen und gewundenen Gassen der orientalischen Altstadt wird Sie auf die kommenden Tage einstimmen. Die Medrese (islamische Hoch- oder Koranschule) Kukaldasch, das Kaffal-Schaschi-Mausoleum, die Barak-Khan-Medrese und die Abdul-Kasim-Medrese gehören zu den sehenswerten Bauwerken. Bei einer Metro-Fahrt - unter Sowjetherrschaft wurde ein weitläufiges U-Bahn-Netz errichtet - tauchen Sie in Taschkents interessante „Unterwelt“ ab.
Am späten Nachmittag Transfer zum Flughafen und Flug nach Urgentsch. Während des Fluges sehen Sie schon den größten Fluss des Landes, den Amu Darja und die Karakum-Busch-Wüste. Transfer zu Ihrem Hotel in Chiwa. 2 Übernachtungen.
3. Tag Chiwa
Orientalisches Flair und exotische Düfte erwarten Sie in der Oasenstadt Chiwa. Die Altstadt Itschan Kale mit ihren rund 50 Baudenkmälern wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und bildet gleichsam ein Museum unter freiem Himmel. Sie trägt zurecht den Beinamen "Florenz des Ostens". Die feudale mittelalterliche, islamisch geprägte Stadt, entfaltet noch heute den ganzen Zauber des Orients. Enge Gassen, ebenerdige, aus Pachsa (Stampflehm) und ungebrannten Ziegeln gebaute haulis (Wohnhäuser), dazwischen prächtig ausgestattete Moscheen, Medresen (islamische Hoch- oder Koranschulen), Paläste und Minarette lassen die Stadt wie ein steingewordenes Märchen aus 1001 Nacht wirken.
Bereits im 6. Jh. soll eine große Mauer die Stadt umgeben haben, die ständig erweitert wurde und noch heute fast vollständig erhalten ist. Während der Besichtigung sehen Sie
u. a. die Stadtmauer mit den Stadttoren Ata Darwese (Haupttor im Westen) und Palwan Darwese (Osttor), die Medrese Amin Khan, das Minarett Kalta Menar, den Kohne Ark (Zitadelle), das Pahlawon-Makhmud Mausoleum, den Ismail Chodshda-Komplex und den Palast Tasch Chauli.
Im außerhalb der Stadt liegenden Sommerpalast des letzten Khans „Tosa Bog“ werden Sie in fürstlichem Rahmen zu Abend essen.
4. Tag Chiwa - Buchara
Durch endlos wirkende Halbwüsten- und Steppenlandschaften führt die Fahrt nach Buchara. Wie einst mongolische Steppenreiter passieren Sie die Oasen am Fluss Amur Darja und legen unterwegs einen Stop für ein Picknick ein.
Am Abend erreichen Sie die dicht besiedelte Oase Buchara mit bunten Basaren und lehmgeformten Häusern. Sie unternehmen einen abendlichen Spaziergang zur Ark-Zitadelle (Außenbesichtigung), der ehemaligen Burg des Emirs. 3 Übernachtungen.
5. Tag Buchara
Die alte Karawanenstadt an der Seidenstraße galt schon vor über 2.500 Jahren als großes Kultur- und Handelszentrum an der Seidenstraße. Kaufleute, Abenteurer und Geschichts-
schreiber gaben der Stadt mit der exotisch-orientalischen Atmosphäre den Namen „die Edle“. Zahlreiche Medresen, Moscheen und Mausoleen lassen die Stadt heute wie ein großes Baukunstmuseum wirken. Während eines eindrucksvollen Rundgangs innerhalb der alten Stadtmauern sehen Sie einige der bedeutenden Baudenkmäler Zentralasiens: das Mausoleum der Samaniden, das 46 m hohe Kalan-Minarett und die zugehörige Moschee, die Medresen Mir-e Arab und Chor Minor sowie die Marktkuppelbauten des gedeckten Basars.
Am Abend erwartet Sie ein besonderes Erlebnis: die Medrese Nadir Diwan-Begi bietet heute den prachtvoll-orientalischen Rahmen für das gemeinsame Abendessen. Schauen Sie den Tänzerinnen in ihren bunten Nationalkostümen zu, erleben Sie eine usbekische Modenschau und lauschen Sie den Klängen der einheimischen Instrumente, die für europäische Ohren oft ungewohnt und fremd erscheinen.
6. Tag Buchara
Setare-je-Mah-e-Chase - „der Ort, wo Mond und Sterne einander begegnen“ - ist der Name der prunkvollen Sommerresidenz des letzten regierenden Emirs von Buchara, der Sie heute Morgen einen Besuch abstatten. Etwas außerhalb der Stadt liegt der Nekropolenkomplex Tschar Bakr, eine aus mehreren Kultbauten bestehende monumentale Begräbnisstätte aus dem 16. Jh., die für die Scheichs der Dschuibari und ihre Familien erbaut wurde. Bei Kagan besuchen Sie die restaurierte Klosteranlage Chanaka Bahaeddin Nakschbandi. Das Zentrum der Nakschbandi-Bruderschaft, im 14. Jh. einer der bedeutendsten Derwisch-Orden (islamische Bettelmönche), wurde nach dem Tod des Gründers schnell zu einem bedeutenden Pilgerort. Im Innenhof des Kultbaukomplexes singt ein Mullah mit erhobener Stimme Suren aus dem Koran und sammelt die gespendeten Opfergaben ein. Abendessen bei einer Familie oder in einem Restaurant.
7. Tag Buchara - Jurtenlager
Am westlichen Stadtrand beginnt die „Königliche Straße“, der uralte Verbindungsweg nach Samarkand. Zur Blütezeit der Seidenstraße verkehrten hier die Handelskarawanen, in einem 6 - 7 tägigen Ritt erreichten diese Samarkand. Etwa auf halber Strecke, inmitten der Wüste, steht ein monumentales Tor, das ins Nichts zu führen scheint. Es ist der letzte Rest einer Karawansaray Rabat-i-Malek und mitten hindurch führte die alte Seidenstraße. Unsere Route aber führt entlang des eindrucksvollen Karartau-Gebirges nach Nurata.
Unterwegs Halt an der Schlucht Sarmysch. Wunderschöne steinzeitliche Felsmalereien und eine traumhafte Kulisse zeichnen dieses Naturschutzgebiet aus. In Nurata angekommen, besichtigen Sie die Festungsanlage aus dem 4./3. Jh. v. Chr., eine typischen Wassermühle und eine Moschee aus dem 11 Jh.
Nach einem Mittagessen in einem Privathaus Weiterfahrt mit geländegängigen Fahrzeugen zum Yurtenlager (meist 4 - 8 Bett Yurten). Abendessen und Übernachtung in den Jurten.
8. Tag Jurtenlager - Samarkand
Nach einem Kameltrip durch die Steppe Weiterfahrt an den idyllisch gelegenen Aidarkul See im Gebirge von Nuratu. Er liegt etwa 20 km entfernt vom Yurtenlager und lädt zum Umwandern und Baden ein. Mittagessen als Picknick beim Aidarkul-See.
Am Nachmittag Fahrt nach Samarkand, einer der Höhepunkte Ihrer Reise und Zimmerbezug. Nach dem Abendessen im Hotel besuchen Sie die Light- & Sound-Show am Registan-Platz.
3 Übernachtungen.
9. Tag Samarkand
Samarkand gilt als eines der ältesten Kulturzentren der Welt. Von hier herrschte Timur im
14. Jh. über ein Reich, das so groß wie das Alexanders des Großen war. Unter seiner Herrschaft wurde Samarkand Hauptstadt und galt als die schönste und bedeutendste Stadt der damaligen Welt. Reger Handel brachte Kaufleute und Reisende aus aller Welt hierher und bescherte der Stadt Reichtum und Wohlstand, was sich noch heute in den Gebäuden der Altstadt, die wie ein Märchen aus 1001 Nacht wirkt, widerspiegelt. Der Registan, ein gewaltiger Bezirk mit mehreren Medresen, Karawansereien und Moscheen, ist der Mittelpunkt Samarkands und gilt als das Wahrzeichen Usbekistans. Während eines Rundgangs lernen Sie die bedeutenden Baudenkmäler der Stadt kennen: die Nekropole Schah-e Sende, eine Totenstadt mit prachtvollen Grabbauten, die Ruine der Bibi-Hanim-Moschee, einst schönste Moschee des mittelalterlichen Orients und das Observatorium des Ulughbek, Überreste einer aus dem 15. Jh. stammenden Sternwarte, die die jahrhundertealte Wissenschaftstradition Samarkands symbolisieren. Sie werden auch der wieder aktiven russisch-orthodoxe Kirche einen Besuch abstatten.
Am Nachmittag genießen Sie das bunte Treiben und das Flair des orientalischen Basars. Erleben Sie am Abend ein Konzert in einer Karawanserei.
Abendessen bei einer tadshikischen Familie.
10. Tag Schar-e Sabs
Dem Verlauf der Großen Seidenstraße folgend erreichen Sie die legendäre Geburtsstadt Timurs. Gegründet wurde die "grüne Stadt" bereits im 3. Jh. v. Chr. Die im 14. Jh. unter dem ehrgeizigen Mongolenfürst entstandenen Bauten erreichen teilweise monumentale Ausmaße. Auch ließ er die Stadt bereits im Jahr 1378 mit einer 11 m hohen und bis zu 5 m dicken Mauer befestigen. Sie besuchen das Ak-Sarai Ensemble und die Hasreti-Imam-Moschee. Rückfahrt nach Samarkand (Hin- und Rückfahrt mit PKW‘s). Zum Abendessen probieren Sie usbekische Spezialitäten in einem typischen Restaurant.
11. Tag Samarkand - Taschkent
Am Vormittag setzen Sie die Besichtigung von Samarkand fort: Herausragend ist „das Grab des Fürsten“-Gur-e Amir, das palastartige Mausoleum des Mongolenherrschers Timur, welches von einer bis zu 34 m hohen, reich verzierten Melonenkuppel beherrscht wird. Anschließend Rückfahrt nach Taschkent.
Abendessen in einem schönen usbekischen Restaurant. 2 Übernachtungen.
12. Tag Taschkent
Besuch des „Museums für dekorative und angewandte Kunst“, untergebracht in der ehemaligen Residenz eines von Nikolaus II. nach Taschkent verbannten russischen Diplomaten. Beim anschließenden Bummel durch den gedeckten Basar werden Sie sicherlich noch das eine oder andere Andenken finden. Oder Sie lassen sich einfach vom orientalischen Flair, den exotischen Düften von Gewürzen und Früchten und dem bunten Treiben faszinieren. Abschiedsabendessen bei einer usbekischen Familie.
13. Tag Taschkent - Deutschland
Kleines Frühstück und am frühen Morgen Transfer zum Flughafen. Rückflug mit Uzbekistan Airways nach Frankfurt. Transfer nach Köln.
Höhepunkte
- Dr. Jörg-H. Baumgarten, Kunsthistoriker
- Oasenstadt Chiwa
- Orientalisches Flair in Buchara
- Übernachtung in Jurten
- Ein Kameltrip durch die Steppe
- Besuch eines orientalischen Basars in Samarkand
Reiseverlauf
- Deutschland - Usbekistan
- Taschkent - Urgentsch - Chiwa
- Chiwa
- Chiwa - Buchara
- Buchara
- Buchara
- Buchara - Jurtenlager
- Jurtenlager - Samarkand
- Samarkand
- Schar-e Sabs
- Samarkand - Taschkent
- Taschkent
- Taschkent - Deutschland
Service
ReiseverlaufLeistungen
Termine & Preise
Anmeldung
Reisebedingungen
Reisebeschreibung
Reiseleitung
Dr. Jörg-H. Baumgarten, KunsthistorikerTermine
- 01.10.2012 – 13.10.2012








